03.06.2017  |  15:00 Uhr

Wirtschaftsminister Glawe überreichte Förderbescheid für Wasserschloss Quilow

Ausschreibungen für Sanierungsarbeiten können beginnen

Im Rahmen des Quilower Dorffestes überreichte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, am Samstag, 3. Juni 2017, dem Förderverein Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommern e. V. einen Förderbescheid in Höhe von 3,72 Mio. Euro für die denkmalgerechte Sanierung des Wasserschlosses Quilow. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen knapp 4,2 Mio. Euro.

Bürgermeister Silvio Grabowski begrüßte neben dem Minister unter den Gästen auch die Stiftungsvorstände Karen Albert-Hermann und Nicola von Amsberg in Vertretung der Eigentümerin des Wasserschlosses, den Fördervereinsvorsitzenden Uwe-Moritz Eichler und seine Stellvertreter Wolfgang Mammai als Pächter und Projektdurchführende, die Stiftungsratsmitglieder Sophie Schleußner, Friedrich von Waldthausen und Prof. Dr.-Ing. Sabine Bock, die zugleich auch Mitglied des Präsidiums der Deutschen Burgenvereinigung e. V. ist, Christian Hermsen, Sohn des Stifters Manfred Hermsen und außerdem Mitglied des Stiftervereins VKF Verein zur Kunst- und Kulturförderung in den Neuen Ländern e. V, Arne Semmler vom Büro dienstleistung denkmal als Generalplaner und Volker Bruns, Geschäftsführer der LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH, als Projektplaner.

Die Stiftung Kulturerbe hatte das Wasserschloss Quilow 2007 für einen symbolischen Euro von der Gemeinde Groß Polzin erworben. Im Sommer 2009 veranstaltete sie mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes im und am Wasserschloss eine internationale Klangkunstausstellung. Mit dieser ungewöhnlichen, künstlerisch anspruchsvollen Zwischennutzung wurde das Quilow vorübergehend zu einen attraktiven Anziehungspunkt für die Dorfbevölkerung, für Touristen und Kunstliebhaber. Gleichzeitig diente die Aktion dazu, Mieter oder Pächter für eine zukünftige dauerhafte Nutzung der denkmalgeschützten Renaissanceanlage zu gewinnen. Diese wurden 2011 mit Uwe-Moritz Eichler und Dirk Lagall, die zuvor das Ballhaus Ost in Berlin zu einer Kulturstätte der freien Szene entwickelt hatten, und dem Förderverein Stiftung Kulturerbe e. V. gefunden. Eichler und Lagall verlegten ihren Lebensmittelpunkt inzwischen ganz nach Quilow und widmen sich seither mit großem Engagement den Vorbereitungen zur Sanierung des Wasserschlosses.

In den vergangenen sechs Jahren fanden aufwändige statische und restauratorische Untersuchungen sowie Sicherungs- und Aufräumarbeiten statt. Letztere wurden maßgeblich in Eigenleistungen des VKF erbracht. Der Workshop 2010 wurde mit dem Sonderpreis „Gelebte Einheit in Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Ein weiterer Stifterverein, die Deutsche Burgenvereinigung, und der Stifter Manfred Hermsen sorgten für die Bereitstellung eines Großteils des erforderlichen Eigenkapitals. Weitere finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die sich schon 1992 bis 2003 an ersten Sanierungsmaßnahmen beteiligte, und zahlreichen privaten Spendern.

Die Übergabe des Förderbescheids am 3. Juni 2017 durch den Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern honoriert nun die langjährigen Bemühungen der Stiftung Kulturerbe und bildet den Startpunkt für die Sanierung.

Die Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Karen Albert-Hermann, dankte allen Beteiligten und Förderern für die vielfältige Hilfe zur Rettung des Renaissance-Wasserschlosses Quilow und allen Beobachtern für ihre Geduld. „Die Stiftung Kulturerbe braucht eine Heimat. Wenn Quilow saniert ist, haben wir endlich einen festen Verwaltungssitz. Darauf und auf eine gute Nachbarschaft freuen wir uns schon heute“, sagte Albert-Hermann an die Menschen des Dorfes gewandt.

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