ZEN•KONKRET

Klangkunst aus Japan und Deutschland im Ensemble des Wasserschlosses Quilow

Rolf Julius · Hitoshi Kojo · Anne Krickeberg · Rie Nakajima · Johannes S. Sistermanns · Miki Yui

6. Juni – 25. Juli 2009 (verlängert bis 22. August 2009)

Ein Projekt der Stiftung Kulturerbe in Zusammenarbeit mit Transformator+
Schirmherr: Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft & Kultur
(>Grußwort als PDF)

Ausstellungsmotiv

Das Wasserschloss Quilow wurde im Sommer 2009 zum Ausstellungsraum für Klangkünstler aus Japan und Deutschland, die eine akustische Verschmelzung von asiatischem Buddhismus und europäischer Aufklärung erprobten.

Die unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ruinöse Renaissanceanlage steht seit über 15 Jahren leer. Gleichwohl bot sie ideale Voraussetzungen für künstlerische Arbeiten im und mit dem Raum, auf deren Eigenheiten alle sechs Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten reagieren.

Sie stehen in der Tradition der Musique Concrète, die „konkrete“ Geräusche und Klänge aus dem Alltag zum Ausgangsmaterial nimmt, um durch Montagen und elektronische Bearbeitung neue Hörerlebnisse zu schaffen. Alle Künstler/innen haben sich auch mit der zen-buddhistischen Philosophie, die das Erleben von Leere und Stille zum ästhetischen Programm erhebt, beschäftigt und lassen diese in ihre Arbeiten einfließen. Die Verbindung von Raum, Licht und Klang, ihre synkretistische Interpretation aus fernöstlichen und europäischen Traditionen und deren Installation in einem in einsamer Gegend gelegenen, verlassenen Wasserschloss garantierten dem Besucher ein außergewöhnliches Kunsterlebnis.

Quelle: Kulturstiftung des Bundes


[Zen bietet »nichts«: keine Lehre, kein Geheimnis, keine Antworten. Zen ist die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments, eine vollständige Achtsamkeit ohne eigene urteilende Beteiligung.]

[Die Musique Concrète (»Konkrete Musik«) ist eine Musikrichtung, bei der Geräusche aus Natur, Technik und Umwelt mit dem Mikrofon aufgenommen und durch Montage, Bandschnitt, Veränderung der Bandgeschwindigkeit und Tapeloops elektronisch verfremdet werden.]

Ausstellungsflyer (pdf, 653KB)

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