Geschmücktes Landgut Basedow

Basedow stellt eine einmalige Kulturlandschaft in Deutschland dar. Hier wurden die Werte eines humanistischen Gesellschaftsbildes in den Jahren 1835 – 1873 baulich und räumlich von den Architekten Friedrich August Stüler und Peter Joseph Lenné in den Jahren 1835 bis 1873 unter Einbeziehung des historischen Ortes gestaltet. Der Ort ist durch die Strukturen der Lennéschen Parklandschaft, das Dorf Basedow mit der Kirche sowie das Schlossareal mit den Wirtschaftsgebäuden und dem Marstall definiert. Eine Bestandserfassung auf dem aktuellen Stand der Wissenschaften gibt es nicht.

Eigentümer/Partner
Familie Bächtold (Schloss, Marstall und einzelne Wirtschaftsgebäude), Rothe (Teilflächen des Parks), Gemeinde Basedow (Wege, übrige Parkflächen, ehem. Haus des Sekreatrius u.a.), Gräfin Hahn (Alter Schafstall und ehem. Wohnhaus, z.Z. genutzt von der Naturparkverwaltung Mecklenburgische Schweiz)

Zielstellung
Die Stiftung Kulturerbe fordert die öffentliche Zugänglichkeit der Parkanlage und einiger privater Gebäudeteile (Teile des Schlosses, Marstall) und möchte diese dauerhaft sicherstellen, u. a. durch

  • Erarbeitung von Besichtigungs-/Themenrouten für Gruppen und Individualtouristen.
  • Festlegung der zugänglichen Wege und Objekte.
  • Sicherung der Begehbarkeit für den Besucherverkehr durch Vereinbarungen und Verträge.
  • Einweisung/Schulung der Gästeführer vor Ort.
  • Öffnung für die Bildung: Kita, Schule, Ausbildung, Universitäten und Fachhochschulen, Volkshochschulen, Vereine etc.
  • Erarbeitung von Informationssystemen: Tafeln, Ausstellungen, Broschüren, Audioführungen etc.
  • Einrichtung eines zentralen Infostützpunkts „Natürlich Demmin“.

Aktivitäten der Stiftung Kulturerbe
Aufgabe der Stiftung war die Koordination der einzelnen Interessen, um eine Kooperation zu ermöglichen. Gleichzeitig beklagte das Landes­denkmalamt, dass die „ornamented farm“ immer mehr verwässerte. Auf Initiative der Stiftung trafen sich die verschiedenen Parteien am 05.07.2007 im Landesdenkmalamt in Schwerin zu einem Runden Tisch. Der Versuch des LAKD, die beteiligten Parteien davon zu überzeugen, dass nur ein gemeinsames Vorgehen allen nützt, scheiterte jedoch am Unwillen der Privateigentümer und ihrem Unverständnis für den Wert der Kulturlandschaft. Die Stiftung intensivierte nach dem Treffen den Kontakt zur Gemeinde, um sie dabei zu unterstützen, die öffentlichen Parkwege weiterhin allgemein zugänglich zu halten und baldmöglichst eine fachkundige Parksanierung und -pflege in Angriff zu nehmen.

Die Ausgangssituation unter­schied sich gegenüber den Beratungsprojekten Mölln und Neuensund dahingehend, dass die Stiftung hier gleichzeitig von mehreren Seiten (Gemeinde/Bürgermeister, Schlossbesitzer, Eigentümerin des Schafstalls) um Unterstützung gebeten wurde.

Zur Darstellung des Parkproblematik erarbeitete die Stiftung mit der Garten- und Landschaftsplanerin Antje Solmsdorf, Mitglied der Lenné-Akademie, eine Broschüre mit dem Titel „Lennépark Basedow – Einmalige Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“.