Gutshaus Vollrathsruhe

Nachdem 1918 der Vorgängerbau abgebrannt war, ließ Hans Werner Graf von Tiele-Winckler um 1920 ein neues Herrenhaus im neobarocken Stil aufbauen. Obwohl das Gebäude seit 1990 schon einige Male verkauft wurde, zuletzt 2001, stand es seit vielen Jahre leer. Vom ehemaligen Wirtschaftshof sind noch Reste des Marstalls erhalten. Der englische Landschaftspark wurde nach dem Krieg fast vollständig abgeholzt, die Strukturen sind aber noch zu erkennen. Der zirka zwei Hektar große Park steht unter Denkmalschutz und ist umgeben von einer intakten Feldsteinmauer. Im Park befindet sich ein Mausoleum, ein neogotischer Putzbau aus dem 19. Jahrhundert.

Eigentümer/Partner
Hans Jeggle (Herrenhaus), Gemeinde (Park und Mausoleum), Geo- und Kulturverein Steinreich e. V. (kümmert sich um die Förderung der Kultur und um den Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz in Vollrathsruhe. 2006 wurde die Grabkapelle zur Besichtigung zugänglich gemacht. Die Arbeiten werden fortgesetzt.)

Zielstellung
Gemeinde und Privateigentümer sollen dahingehend zusammengeführt werden, dass ein gemeinsamer Masterplan für das Gutshaus und die Umgebung (Park, Wirtschaftsgebäude etc.) entwickelt wird sowie eine Vernetzung mit anderen Standorten erfolgt.

Aktivitäten der Stiftung Kulturerbe
Durch eigeninitiative Ansprache des Privateigentümers des Gutshauses konnte die Stiftung eine Kooperation zwischen der Gemeinde und dem Investor anstoßen. Die Entwicklung wurde seitdem von allen Seiten aktiv vorangetrieben. Die erste gemeinsame Beratung über die Zukunft des Gutshauses Vollrathsruhe fand am 06.07.2007 im Büro des Bürgermeisters statt. Der Eigentümer beauftragte daraufhin ein kompetentes Architekturbüro, das am 29.10.2007 erste Konzepte für das Gutshaus vorstellte. – Parallel dazu wurde die Stiftung vom Geo- und Kulturverein „Steinreich“ e. V., der die Kapelle im Park von Vollrathsruhe restauriert, um Unterstützung gebeten, insbesondere bei der Klärung der langfristigen Eigentumsrechte und Zuständigkeiten.