Ludwig-Wegener-Preis

Der Ludwig-Wegener-Preis wurde anlässlich des 70. Geburtstags von Pastor Ludwig Wegener (1931–2004) am 20. Juli 2001 vom Verein Kultur-Landschaft e. V. gestiftet. Er wird alle zwei Jahre verliehen und ist eine ideelle Anerkennung eines außergewöhnlichen (langjährigen) Bemühens oder besonderen Engagements für den Schutz der Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Die Preisträger sollen durch die Preisverleihung öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren.

Der Namensgeber
Ludwig Wegener war 40 Jahre lang Pastor in Groß Varchow und ein sehr engagierter Kämpfer für die Bewahrung der Kulturlandschaft seiner mecklenburgischen Heimat. Er pflanzte und pflegte unzählige Bäume und Hecken, was ihm den Beinamen „Heckenpastor“ einbrachte.

Wofür wird der Preis vergeben?
Ausgezeichnet werden Aktivitäten, in denen Natur- und Denkmalschutz (im Idealfall) miteinander verbunden sind, z. B. Reparatur eines alten Bauernhauses und Pflege einer Streuobstwiese; Wiederherstellung von Mühle und Bauerngarten; Fotoprojekt mit Schülern zum Thema Denkmalpflege und Übernahme von Baumpatenschaften. Aber auch herausragende Einzelaktivitäten in jeweils nur einem Bereich von Denkmalschutz oder Naturschutz können berücksichtigt werden.

Die Bewerbung

  • Es können sich Einzelpersonen, Gruppen, Bürgerinitiativen, Vereine und Schulklassen aus Mecklenburg-Vorpommern selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden.
  • Einzureichen sind eine ausführliche schriftlichen Begründung und aussagefähiges Bildmaterial.
  • Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefon, E-Mail und (falls vorhanden) Homepage

Einsendeschluss für die nächste Preisverleihung: 10. April 2017

Die Jury
Die eingegangenen Vorschläge werden vom Vorstand der Stiftung Kulturerbe gesichtet und einer Jury aus anerkannten Fachleuten verschiedener Disziplinen zur Entscheidung vorgelegt.

Die Preisverleihung
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Septembergespräche, jeweils am letzten Samstag im September, statt.

Bisherige Preisträger

2003: Møne und Olaf Spillner für ihr Bemühen um die Erhaltung des Gesellschaftshauses und die dadurch verbundene Revitalisierung des Gutsdorfes und des früheren Heilbades Hohenbüssow sowie der Künstler Claus Müller (Schloen) für seinen hartnäckigen Kampf gegen die Planung eines Schießplatzes im Landschaftsschutzgebiet am Torgelower See zwischen Schloen und Deven.
Die Preisverleihung fand am 3. August 2003 im Theatersaal der Büdnerei zu Lehsten statt. Der Preis wurde vom Namensgeber selbst überreicht.

2005: Hofgemeinschaft Hermannshagen für die Rettung und Revitalisierung der Gutsanlage Hermannshagen sowie Matthias Abraham (Faulenrost) für seinen persönlichen Einsatz in der Pflege des Naturschutzgebietes „Östliches Peenetal“ zwischen Pinnow und Demzin.
Die Preisverleihung fand am 28. August 2005 im Theatersaal der Büdnerei zu Lehsten statt. Der Preis wurde von Margarete Wegener, Witwe des Namensgebers, überreicht.

2007: Angelika und Jürgen Reich für die vorbildliche Renovierung eines Altenteilerhofs und gelungene Ergänzung mit einem wiederhergestellten Bauerngarten in Bartenshagen sowie Gunther Ball für sein jahrelanges Bemühen um den Schutz der Stadtmauer von Neubrandenburg und der darauf lebenden Flora.
Die Preisverleihung fand am 29. September 2007 im Festsaal der Kreisverwaltung Bad Doberan im Beisein von Landrat Thomas Leuchert statt.

2009: Rita und Holger Pentzin für den Ausbau und die Führung eines privaten Denkmalhofs und seiner Sammlungen. Der Denkmalhof Pentzin in Retschow ist das einzigartige Beispiel eines Bauerngehöfts, das aus eigenem Antrieb von den Eigentümern in ein öffentlich zugängliches Museum umgewandelt wurde und gleichzeitig noch bewohnt und bewirtschaftet wird. Schon zur DDR-Zeit, als derartige Privatinitiativen nicht vorgesehen waren, hatte die Familie Pentzin ihren Hof in Zusammenarbeit mit dem Bauernhausforscher Dr. Karl Baumgarten 1983 zum Museum erklärt und geöffnet.
Die Preisverleihung fand am 18. September 2009 im Gutshaus Retschow im Beisein von Bürgermeister Dr. Klaus Schoppmeyer statt. Prof. Dr. Wolfgang Riedel (Universität Rostock) hielt die Laudatio auf die Preisträger und ihre 2008/09 verstorbenen Eltern, die den Denkmalhof gegründet hatten. Den Preis überreichte die Geschäftsführerin des Vereins Kultur-Landschaft, Sophie Schleussner.

2011: Thomas Stüve, Zimmermann, für die Rettung und Instandsetzung des Torhauses in Zaschendorf sowie Ralf Koch aus Woosten, Mitglied im Förderverein Naturpark Nossentiner Heide, für seinen Einsatz als „Baumhirte“ im Naturschutzprojekt „Junge Riesen“.
Die Übergabe der Preise erfolgte diesmal ausnahmsweise „im Stillen“ im Rahmen eines Besuchs der Geschäftsführerin des Stiftervereins bei den Preisträgern.

2013 und 2015: nicht verliehen