Wasserschloss Quilow – Baulicher Zustand

Bereits Ende des 16. Jahrhunderts war das Schloss baufällig und dringend reparaturbedürftig. An allen vier Außenseiten wurde es nachträglich durch mächtige Strebepfeiler gesichert. Anfang des 19. Jahrhunderts fand eine erste umfassende Sanierung statt. Außerdem wurde an der nördlichen Rückfront annähernd mittig ein zweigeschossiger Küchenanbau hinzugefügt, der inzwischen wieder abgerissen wurde. Von 1885 bis 1920 stand das Gebäude leer.

Als der letzte Besitzer, Claus von Ploetz, zu Beginn der 1920er Jahre seinen Wohnsitz in Quilow nahm, ließ er die Innenräume dem Zeitgeist entsprechend neu gestalten, wodurch wertvolle Wandmalereien aus der Renaissancezeit verschwanden.

Von 1958 bis 1967 wurde die Anlage erneut restauriert. Die meisten Mängel wurden jedoch nur kaschiert, nicht aber ursächlich beseitigt, und der Wassergraben weitgehend zugeschüttet.

In den 80er Jahren folgten weitere Instandsetzungsarbeiten sowie 1992/93 eine – maßgeblich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderte – Sicherung des Fundaments mittels eines auch von außen sichtbaren Stahlträgersystems, das vom Erdgeschoss bis in das Dachgeschoss reicht. Dabei wurde die Holzkonstruktion, die das Gebäude jahrhundertelang zusammengehalten hat, beschädigt. Die Rettung des schwer verletzten Baudenkmals erfordert nunmehr äußerstes Fingerspitzengefühl insbesondere bei der Lösung statischer Probleme.

Das Wasserschloss Quilow wird im Sinne der „Gläsernen Denkmalpflege“ saniert: So bleibt nicht nur die ursprüngliche Architektur erhalten, sondern es werden auch spätere Eingriffe anschaulich dokumentiert sowie einzelne erhaltene Elemente der Innenraumgestaltung aus den verschiedenen Epochen wieder sichtbar gemacht. Die Restaurierungsmaßnahmen sind auf mindestens zehn Jahre angelegt. 

Außenaufnahmen:

Innenaufnahmen:

Reste der Wandmalereien: